Auf der Suche nach der Lebensfreude

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Gastartikel von Riccarda Larcher (mehr über Riccarda kannst du ganz unten lesen).

Ohne Freude macht das Leben keinen Spaß.
Ich meine die natürliche Freude, die Freude, die aus dir selbst entsteht, nicht die aufgesetzte Freude nach dem Motto „Spaß muss sein, jetzt sind wir alle mal richtig lustig.“
Ich meine die natürliche Freude, die sich nicht darum kümmert, wie du ausschaust, wenn du vor Freude Tränen lachst.

Du kennst diese Freude. Du erinnerst dich ganz sicher an sie. Denn höchstwahrscheinlich kanntest du sie als Kind. Die Freude am ersten Eis des Sommers, die Freude über die coolen Buntstifte in 48 Farben, die Freude, stundenlang im Wasser herumzutollen – egal, ob die Lippen bereits blau waren.

 

Wann begann die Lebensfreude zu schmelzen?

Kennst du das Kinderspiel der „armen Köchin“?

Mehrere Kinder bilden eine Gruppe, ein Kind steht außerhalb der Gruppe. Die Gruppe singt das kurze Lied der armen Köchin, danach holt das erste Kind ein weiteres aus der Gruppe. Danach wird wieder das Lied der armen Köchin gesungen und ein weiteres Kind aus der Gruppe geholt. So geht es weiter, bis von der ursprünglichen Gruppe nur noch ein Kind überbleibt. Dieses muss allein und vor allen anderen das Lied singen – zusätzlich ist ersichtlich, dass das letzte Kind offensichtlich nicht sehr beliebt ist.

Ich kann nicht singen. Ich konnte noch nie singen.

Dieses Spiel war der große Stress meiner Kindergartenkarriere: Was ist, wenn ich überbleibe und singen muss? Ab da ging ich nicht mehr gerne in den Kindergarten, meine Lebensfreude erhielt die erste Delle.

 

Solche Situationen sind meist der Anfang. In weiterer Folge spürst du irgendwie, dass es nicht mehr reicht, du selbst zu sein, dich deinem eigenen Spiel versonnen hinzugeben. Es wird Leistung erwartet, Vergleiche mit anderen Kindern angestellt, du wirst beurteilt. Mit spontaner Bewegung ist es in der Schule vorbei, Anpassung bis zur Unterordnung heißt die neue Aufgabe.

 

Verpflichtung frisst Lebensfreude

Handelst du gegen deinen eigenen Willen, wirst du unzufrieden. Unzufriedenheit führt zu negativen Gedanken. Negative Gedanken führen zu uninspirierten Worten, diese wiederum zu lustlosen Handlungen.

All das führt unweigerlich zu einem eingeschränkten Selbstwert, dein Selbstvertrauen wankt, die Lebensfreude zieht sich zurück wie das Meer bei Ebbe.

So wie sich das Meer bei Ebbe anfangs fast unbemerkt zurückzieht, wird auch deine Lebensfreude unmerklich weniger. Du lachst weniger, (es gibt nichts zu lachen), bist lustlos („Jeder hat mal einen schlechten Tag.“) oder gehst schnell mal in der Jogginghose in den Supermarkt (Modedesigner Karl Lagerfeld: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“).

Es ist traurig auf dem Konto des Lebens mit der Freude im Minus zu sein. Und ja, es gibt viel Schlechtes auf der Welt, der Magen könnte sich einem umdrehen. Doch hilft es anderen Menschen, wenn deine Lebensfreude verloren geht? Nein, ganz und gar nicht.

Die Welt braucht Menschen mit Lebensfreude, die Welt braucht dein strahlendes Licht. Denn die nötige Veränderung kann nur von aktiven, freudigen Menschen kommen. Sei einer dieser Menschen – und hab Spaß dabei.

In meiner Praxis ist mangelnde Lebensfreude immer wieder ein Thema. Die Freude im Alltag zu empfinden, ist eine Kunst, die von Stress im Berufsleben und in weiterer Folge von Schwierigkeiten in der Beziehung, massiv unter Druck gesetzt wird.

 

Meiner Erfahrung nach bringen die folgenden acht Maßnahmen am meisten Freude ins Leben zurück, sodass deine Lebensfreude nach der Ebbe wieder in die Flut kommen kann.

 

8 Hacks für mehr Lebensfreude

1. Basics als Grundlage:

Um ein Mathegenie zu werden, braucht es mindestens die Beherrschung des kleinen 1×1. Um erfolgreich verhandeln zu können, braucht es zumindest minimales Einfühlungsvermögen für den anderen. Um zu mehr Lebensfreude zu kommen braucht es Basics wie: Lächle dich selbst im Spiegel an, lächle andere Menschen an, gönne dir etwas außerhalb der Reihe, du weißt schon was.

2. Qualitytime für dich:

Das begehrteste Gut der Welt und gleichzeitig so gerecht verteilt. 24 Stunden, das ist es, was jeder bekommt. Doch wie verfügst du über diese 24 Stunden? Bleibt Zeit für dich?

Du hast zwei Optionen: Entweder du bist der Überzeugung, dass zwischen Berufstätigkeit, Kindern und sonstigen Verpflichtungen kein Zeitfenster für dich möglich ist. Oder du überlegst, wie es möglich werden könnte. Welche Option wählst du?

3. Reden – mit echt Menschen:

Facebook, SMS- E-Mail sind wunderbare Kommunikationskanäle. Skype ist wunderbar, um mit deinem Kind während des Auslandssemesters in Kontakt zu bleiben.

Doch wirklicher Kontakt mit richtigen Menschen basiert immer noch auf persönlicher Präsenz. Im Café gibt es Zeit und Raum, um einander wirklich zuzuhören und Verbundenheit zu spüren.

4. Lade Gäste ein:

Die Kocherei ist dir zu viel Arbeit? Gäste sind überraschend anspruchslos. Meine sind zur Not auch mit belegten Brötchen oder Nudeln zufrieden. Denn es geht darum, gemeinsame Zeit zu verbringen, zu lachen, zu debattieren und das Leben zu feiern.
Praxistipp: Jeder hat viel zu tun, sprich daher die Einladungen rechtzeitig aus. Mein persönliches Ziel: eine monatliche Einladung.

5. Sport:

Ja, Sport oder zumindest gemäßigte Bewegung. Warum? Stress bedeutet, dass es eine Gefahr gibt. Der Körper sollte entweder mit Angriff, Flucht oder Totstellen reagieren. Dazu schüttet er sogenannte Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus.
Heute entsteht Stress jedoch kaum mehr, weil der berühmte Säbelzahntiger ums Eck schleicht, sondern meist am Schreibtisch, d.h. es folgt keine körperliche Reaktion, die Stresshormone bleiben im Körper, das macht uns langfristig krank. Sport und Bewegung begünstigen den Abbau der Stresshormone.
Bei Sport entstehen sogar Glückshormone, die wiederum zu mehr Lebensfreude betragen.

6. Kein/wenig social media:

Du musst deinen Facebook oder Instagram Account nicht gleich kündigen. Doch es gibt Studien darüber, dass ausdauernde social media Nutzer unzufriedener, unglücklicher und weniger erfolgreich im Leben sind.

7. Energievampire:

Fühlst du dich nach dem Treffen mit bestimmten Personen schlecht? Dann könnte es sich um einen Energievampir handeln. Beende den Kontakt oder schränke ihn ein, so gut du kannst.

8. Meditiere:

Vieler meiner Kunden waren anfangs skeptisch (keine Zeit und wie geht das wohl?). Doch wenn sie Vorteile regelmäßiger Meditation am eigenen Leib erfahren, gibt es kein Halten mehr. Es ist egal, wie lange du meditierst, es ist unerheblich, welche Art der Meditation du bevorzugst. Das einzig Wichtige: TUN.

Mein Special-Tipp: Wähle eine Maßnahme für deinen Weg zu mehr Lebensfreude, maximal zwei. Leg deinen ganzen Fokus darauf und setze um. So verzettelst du dich nicht und führst bald ein glücklicheres und zufriedeneres Leben. Ein Leben voller Freude J

 

Hi, ich bin Riccarda Larcher (die Autorin dieses Gastartikels).
Ich führe Einzelunternehmer und Führungskräfte an den Ort ihrer inneren Klarheit und mentalen Stärke, sodass sie ihre Erfolge mit Gelassenheit erreichen und kluge, selbstbewusste Entscheidungen treffen.
Du willst wissen, wie ich das mache? Gerne! Hier entlang!

 

 

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